Nominierung für den European Museum of the Year Award

Alljährlich zeichnet das Europäische Museumsforum unter der Schirmherrschaft des Europarates ein Museum als „Europäisches Museum des Jahres“ aus. Dieses Jahr sind 35 Häuser nominiert, darunter auch die Archäologische Staatssammlung. Im Fokus stehen Innovation in der Präsentation und Vermittlung.
Der European Museum of the Year Award (EMYA) ist einer der renommiertesten Museumspreise Europas. „Wir freuen uns sehr, hierfür nominiert zu sein. Schließlich gilt der Preis als eine Art ‚Oscar der europäischen Museumswelt‘“, so Prof. Dr. Rupert Gebhard, leitender Direktor der Archäologischen Staatssammlung. Der Preis für das europäische Museum des Jahres ist ein wichtiges Qualitätssiegel für zukunftsorientierte Museumsarbeit. Seit 1977 lädt das European Museum Forum jährlich Museen ein, sich um den Award zu bewerben. Im Fokus stehen dabei Institutionen, die innerhalb der letzten drei Jahre neu eröffnet oder grundlegend verändert wurden – die Neueröffnung der Archäologischen Staatssammlung im April 2024 ist noch in guter Erinnerung. Der Wettbewerb bewertet die Publikumsattraktivität der teilnehmenden Häuser und hat zum Ziel, die Qualität der europäischen Museumslandschaft nachhaltig zu steigern.
Kunstminister Markus Blume betont: „Die Archäologische Staatssammlung surft weiter auf der Erfolgswelle! Seit der Wiedereröffnung reiht sich Auszeichnung an Auszeichnung und die ASM glänzt mit renommierten Design- und Markenpreisen. Nun kommt die Nominierung für den ‚European Museum of the Year Award 2026‘ dazu – ein Erfolg, der diese beeindruckende Serie auf besondere Weise krönt. Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team und viel Rückenwind für die Entscheidung im nächsten Jahr!“ Der EMYA zeichnet Museen aus, die besonders innovative Museumskonzepte umsetzen und dabei in herausragender Weise auf Wünsche, Bedürfnisse und Interessen ihrer Besucherinnen und Besucher eingehen. Auch die Archäologische Staatssammlung nutzt hierfür kreative Formen der Vermittlung und Präsentation sowohl mit analogen Ausstellungsarrangements als auch mit digitalen Medien. Besonderen Wert legt die Jury auf einen konkreten Aktualitätsbezug der Museumsarbeit und eine starke gesellschaftliche Relevanz. Sie wird in der Archäologischen Staatssammlung unter dem Motto „Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen“ gelebt. Mit der Nominierung zeigt das Team der Archäologischen Staatssammlung, dass es erfolgreich neue Maßstäbe für Museumsarbeit setzt. Mit auf der Nominierungsliste stehen namhafte Institutionen wie das Young V&A in London oder das Dokumentationszentrum Obersalzberg, aber auch das luxemburgische Nationalmuseum für Widerstand und Menschenrechte oder das Kunsthaus Baselland.
Das gesamte Team der Archäologischen Staatssammlung freut sich über den Erfolg. Bis zur endgültigen Entscheidung, welches der 35 Museen aus ganz Europa den Haupt- oder einen der Nebenpreise gewinnt, ist es zwar noch etwas hin, doch gefeiert wird in der Archäologischen Staatssammlung schon jetzt. Die EMYA-Gewinner werden am 13. Juni 2026 auf der Jahreskonferenz bekannt gegeben, die vom 10. bis 14. Juni in Bilbao stattfinden wird.
Im April 2024 wurde die Archäologische Staatssammlung in München nach umfassender Generalsanierung wiedereröffnet. An der Modernisierung des charakteristischen Cortenstahl-Baus beteiligt waren renommierte Firmen wie Nieto Sobejano Arquitectos (Madrid), das ATELIER BRÜCKNER (Stuttgart) sowie das Büro für Gestaltung Frank Abele (München). Rund 80.000 Besucherinnen und Besucher konnte das Haus inzwischen begrüßen, die in 14 thematisch gebündelten Räumen mittels Ausstellungsobjekten, moderner Technik und Hands-on-Stationen das „Abenteuer Archäologie“ hautnah erleben. Besondere Highlights sind die wechselnden Sonderausstellungen wie die derzeitige Gladiatoren-Schau, die im unterirdischen Sonderausstellungsraum die Museumsgäste faszinieren. Einen Überblick über bislang erfolgte Nominierungen bzw. Preise finden Sie hier.
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