Besondere Ehre: Nominierung für den Luigi Micheletti Award 2026

Der Luigi-Micheletti-Preis ist eine renommierte europäische Auszeichnung, mit der innovative Geschichtsmuseen gewürdigt werden. Eine Jury aus Museumsfachleuten bewertet die narrative Struktur der Ausstellung, ihre szenografische Umsetzung, aber auch ihre Resonanz beim Publikum. Ziel des Preises ist es, bewährte Praktiken in der Museologie hervorzuheben, innovative Ansätze zur erzählerischen Vermittlung von Geschichte zu fördern und ein kritisches Verständnis der Vergangenheit im Verhältnis zur heutigen Gesellschaft zu stärken.
Historische und archäologische Erkenntnisse in erzählerischer Form zu präsentieren und Besuchende für das Abenteuer Archäologie zu begeistern, ist der Archäologischen Staatssammlung ein Anliegen. Dabei setzt sie auch mit den Zeichnungen des Münchner Comic-Künstlers Frank Schmolke außergewöhnliche Akzente. „Als passionierte Geschichtenerzähler freuen wir uns sehr, für den Micheletti-Award nominiert zu sein. Schließlich ist das einer der wichtigsten Preise der europäischen Museumswelt“, so Prof. Dr. Rupert Gebhard, leitender Direktor der Archäologischen Staatssammlung. Nach der Nominierung für den European Museum of the Year Award, im Zuge dessen es das Team bis zur Award Verleihung nach Bilbao geschafft hat, ist das ein weiterer Meilenstein für das seit 2024 wiedereröffnete Museum. Beide Preise stehen für zukunftsorientierte Museumsarbeit und dienen als Qualitätssigel für eine publikumsorientierte und nachhaltige Arbeitsweise. Heißt: Mehr noch als die Qualität der Ausstellung werden v.a. diejenigen Aspekte bewertet, die sich an den Besuchenden, ihren Wünschen und Bedürfnissen orientieren und zur Entwicklung des musealen Dialoges beitragen. Kenneth Hudson, der Gründer des European Museum of the Year Award und des European Museum Forum, bezeichnete dies als „Public Quality“. Unter den bisherigen Gewinnern sind Häuser wie das Textil- und Industriemuseum in Augsburg (tim), das Wissenschaftsmuseum MUSE in Trient, das Futurium Berlin oder das Riverside Museum in Glasgow. Allererster Preisträger war das DASA in Dortmund im Jahr 1996.
Mit der Nominierung zeigt das Team der Archäologischen Staatssammlung abermals, dass es erfolgreich neue Maßstäbe für Museumsarbeit setzt. Das gesamte Team der Archäologischen Staatssammlung freut sich über den Erfolg und ist gespannt auf das Ergebnis. Verkündet wird es auf dem EMA Annual Meeting, das vom 24. bis 26. September in Alicante stattfinden wird.
Im April 2024 wurde die Archäologische Staatssammlung in München nach umfassender Generalsanierung wiedereröffnet. An der Modernisierung des charakteristischen Cortenstahl-Baus beteiligt waren renommierte Firmen wie Nieto Sobejano Arquitectos (Madrid), das ATELIER BRÜCKNER (Stuttgart) sowie das Büro für Gestaltung Frank Abele (München). Weit über 100.000 Besucherinnen und Besucher konnte das Haus inzwischen begrüßen, die in 14 thematisch gebündelten Räumen mittels Ausstellungsobjekten, moderner Technik und Hands-on-Stationen das „Abenteuer Archäologie“ hautnah erleben. Besondere Highlights sind die wechselnden Sonderausstellungen im unterirdischen Sonderausstellungsraum. Ab 18. September dürfen sich Museumsgäste auf die Schau „Stonehenge. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen“ freuen.
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