„Stonehenge. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen“ // ab 18. September 2026

Seit Jahrtausenden übt Stonehenge, der monumentale Steinkreis im Südwesten Englands, eine einzigartige Faszination aus. Generationen von Menschen haben diesen geheimnisvollen Ort besucht und mit Mythen verbunden. Doch erst die neuesten archäologischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnisse erlauben es, Stonehenge näher zu verstehen: Wer errichtete dieses gewaltige Bauwerk, wann, wie und warum?
In den letzten Jahrzehnten haben Forschende durch umfangreiche Ausgrabungen und modernste Analysemethoden erstaunliche Einblicke gewonnen. Dabei betrachteten sie nicht nur die Anlage selbst, sondern auch die umliegende Kulturlandschaft und verwandte Fundstätten in ganz Großbritannien. So entstand ein lebendiges Bild jener Gemeinschaften, die vor etwa 4500 bis 5000 Jahren in dieser Region lebten. Stonehenge war kein plötzlicher Einfall, sondern das Ergebnis einer langen Entwicklung: Schon Jahrhunderte vor dem Bau galt die Ebene von Salisbury als heiliger Ort. Um 3000 v. Chr. entstand die erste Anlage, rund 500 Jahre später erhielt Stonehenge jene monumentale Form, die wir heute mit diesem Namen verbinden. Seine Geschichte ist eine Geschichte des Wandels und der menschlichen Vorstellungskraft. Als einziger bekannter vorgeschichtlicher Steinkreis mit aufliegenden Decksteinen zeugt Stonehenge von erstaunlicher Baukunst. Die tonnenschweren Blöcke wurden über große Entfernungen zu ihrem Aufstellungsort transportiert, bearbeitet und präzise zusammengesetzt. Inmitten einer weiten, kultisch bedeutsamen Landschaft diente der Ort über Jahrtausende als zentraler Platz für Versammlungen, Rituale und möglicherweise auch astronomische Beobachtungen.
Die Ausstellung „Stonehenge. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen“ präsentiert auf Grundlage aktueller Forschungsergebnisse ein umfassendes Bild dieses vorgeschichtlichen Weltwunders. Sie zeigt, wie die Menschen jener Zeit lebten, welche Techniken sie nutzten und welche Ideen sie verbanden. Ein abschließender Fokus liegt auf der Verbindung zu anderen Kulturen Europas: Ein bedeutender Grabfund der Glockenbecherkultur aus Bayern verdeutlicht, dass Stonehenge Teil eines weitreichenden Netzwerks, ein Zeugnis gemeinsamer Vorstellungen am Ende der Jungsteinzeit (2. Hälfte des 3. Jahrtausends v. Chr.) war.
Rund 600 Originalobjekte und hochwertige Repliken aus den renommierten Sammlungen des Salisbury Museums, des Wiltshire Museums, des UCL London Curatorial Teams sowie privater Leihgeber lassen die Welt von Stonehenge eindrucksvoll lebendig werden. Eine besondere Ausstellungsarchitektur, Videoinstallationen und lebensgroße Dioramen schaffen ein sinnlich erfahrbares Erlebnis. Nach großen Erfolgen in Nordamerika ist die Ausstellung nun erstmals komplett überarbeitet und ergänzt um bayerische Funde in Mitteleuropa zu sehen. Wissenschaftlich wurde die Ausstellung von Prof. Dr. Michael Parker Pearson, Professor für jüngere britische Urgeschichte am University College London, Mitglied der British Academy und einer der führenden Stonehenge-Forscher, betreut. Seit 2003 leitet er die Ausgrabungen an diesem faszinierenden Ort und gilt seit seiner Auszeichnung zum „British Archaeologist of the Year“ (2010) als einer der profiliertesten Prähistoriker Europas.
Pressekonferenz: 17. September, 11 Uhr, Akkreditierung unter: presse(at)archaeologie.bayern
Eröffnung: 17. September, 19 Uhr
Eintrittspreise:
Sonderausstellung:
Die – So € 8,- (ermäßigt € 5,-)
Dauer- und Sonderausstellung (Kombiticket):
Die – Sa € 10,- (ermäßigt € 6,-), So € 9,- (ermäßigt € 5,-)
Archäologische Staatssammlung
Lerchenfeldstr. 2, 80538 München
Öffnungszeiten: Die – Sa 10-17 Uhr; So 10-19 Uhr
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